28 Dezember 2005

weihnachten- the holy night


Was ist eigentlich Weihnachten?


Warum sind alle so verrückt darauf, auch die, die es eigentlich überhaupt nicht feiern wollen, die Weihnachtmuffel sozusagen oder die die an gar nichts glauben, nicht mal an den Weihnachtsmann oder das Christkind? Die Heiden sagen, sie feiern , weil die Tage nun wieder länger werden, so eine Art Wintersonnenwende, bei den Juden gibt es Hannuka – Lichterfest und das ist schon sehr sehr alt, die Buddhisten stellen hier in Europa manchmal einen Tannenbaum auf und machen eine Art Julklapp - und wir die Christen ? Viele gehen nur zu Weihnachten in die Kirchen, weil es so schön ist, oder es dazu gehört - was gehört dazu und zu wem? Eigentlich geht es doch um eine ganz einfache Geschichte, die man sich schon seit nun über 2 000 Jahren erzählt , da wurde irgendwo in einem kleinen Ort in Nahen Osten in einem Stall ein Kind geboren, unter widrigen Umständen und ganz besonderen Zeichen, Gottes Sohn hieß es, sei geboren und man machte sich auf die Suche, um es zu finden, weil alle, die die Zeichen am Himmel gesehen hatten, nicht genau wussten wo sie ihn finden würden - das stelle man sich mal heute vor …?
Ja , eigentlich feiern wir dann ja Geburtstag und Geburtstage sind in der Regel eine Gelegenheit zum Feiern, es gibt Geschenke und gutes Essen. Und der Geburtstag hat bekommt die Geschenke. Aber Weihnachten beschenken wir uns alle selber, sozusagen hin und her und Jesus, so hieß das Kind , um das es hier geht, ist eigentlich gar nicht da. Kann er ja auch nicht, denn wer wird schon über 2000 Jahre alt? Aber tot ist er auch nicht, er ist in der Welt heißt es. Er hat damals auch Geschenke bekommen, von den drei Weisen aus dem Morgenland. Aber das war auch schon alles. Eigentlich. Aber irgendetwas muss mit ihm in diese Welt gekommen sein, denn seitdem kommt die Welt nicht zur Ruhe, es gab Seinetwegen Mord Totschlag und Verfolgung und gibt es noch, wenn es um den sogenannten rechten Glauben geht. Wer sind die Ungläubigen dieser Welt? Was ist es, was die Gemüter so aufbringt? Was hat er getan, was hat er uns getan? ANGETAN. Die Antwort ist tausendfach versucht worden. Letztendlich kann sie niemand umfassend geben, sie bleiben alle Stückwerk – spüren das Etwas gekommen ist, still werden für einen Moment, denn er kam mit einer Botschaft und wer sie hören will, kann Weihnachten sehen.

15 Dezember 2005

first things first

Was ist wichtig, was unwichtig? - first things first* copyright by susanne gottschalk germany

– kommt es darauf an, wer diese Fragen stellt? It’s important to me - es ist wichtig für mich und für wen noch? Ein kleiner Wicht – a little fellow, ein armer Wicht - a poor devil, das Wichtigste zuerst - first things first – was ist das Wichtigste (the first things)? Mein Leben, dein Leben, Teller sauberwaschend, alles in Ordnung haben? Über das Ordnung machen geht das Leben dahin – was bleibt ist - letztendlich ein Gefühl, das Wichtigste nicht gemacht zu haben, vielleicht gedacht, aber nicht gemacht - und löst ein inneres Chaos aus.. Je weiter man fortgeht, geografisch, um so dichter kommt man bei sich selber an, egal wie alt oder jung man ist. Kreisläufe – und täglich grüßt das Murmeltier …, hineingegeben in den Kreislauf, nicht gefragt worden zu sein, welches Leben jetzt gelebt werden muss - man möchte meinen, Dummheit, Bosheit, Gier; Hass und Gleichgültigkeit haben ihre Hochblüte noch immer nicht erreicht – die Blätter sind in diesem Jahr immer noch an Büschen und Bäumen, es ist ja schon Dezember, wir haben immer noch keinen Schnee hier im Norden, muss auch nicht sein- Wetter ist wichtig, Licht, Sonne – äußerer Kälte schadet nichts, aber die Innere ? Etliche Kartons sind auszusortieren, Sie liegen schon lange vor den Füßen, was ist davon wirklich wichtig? Eigentlich nichts. Eigentlich.

Zeit,
immerwährender Zustand – heute gestern- vorgestern. Wie sind 20 Jahre?
„Oberfläche, ich will aber Tiefe. Ich habe Angst, zu alt für meine Träume zu werden, bevor ich den Mut habe, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Wirklichkeit – wie viele Wirklichkeiten gibt es?“

Dazwischen

Wir sind nur dazwischen, für ein bis zwei Sekunden.
Zum Innehalten und Sehen bevor uns die Wellenberge verschlingen,
hinabnehmen in die Ewigkeit,
um vielleicht einmal wieder aufzutauchen, zum DAZWISCHEN, für den Alltag.

Es ist vorbei, alles, die Jahre, die Schmerzen, die Arbeit, hineingestopft in Löcher, dunkle Zeitlöcher, die Uhr tickt und er mischt seine Farben, aus dem Wasser wird.
Der Schlund hat alles in sich hinein gerissen, verschlungen, tosend raste alles hinab, von dem wir glaubten, es wäre wichtig, lebenswichtig.
wir sind getroffen, äußerlich und innerlich, der eine hier, der andere dort, wir geben uns Mühe die Verletzungen zu verbergen, vor allem vor uns selber. Haus, Heimat, Geborgenheit, Liebe, Sicherheit.
Begriffe,
die Gefühle dazu sind eingepackt, abhanden gekommen, haben sich versteckt, sind fortgegangen.

Zurück bleibt eine müde Einsamkeit, die ein Kopfkissen sucht als Heimat für einen flüchtigen Moment.

JETZT **
Sei still



SCHREI LEISE - WENN DU KANNST
SIE BRAUCHEN DEN
TRIUMPF

LACHEN
KOMMT GANZ VON INNEN
WILL GAR NICHT HINAUS

UND
WEINEN
AUS TIEFSTEM SCHMERZ
IST ALLEN EIN GROSSES
GEHEIMNIS

STOLZ
MESS AN DEN TRÄNEN DER VERGANGENEN
NACHT

GEMEINSAM EINE BUCHE
UMFASSEND
HATTEN WIR JAHRZEHNTE IM ARM:

HOLZ FÜR TISCHPLATTEN
DACHBALKEN
BETTEN UND SÄRGE
INZWISCHEN HABEN WIR
BÄUME GEPFLANZT
ES
GEHT JA - NOCH - WEITER.

DEN REGENBOGEN HABEN WIR NIE
NACH SEINEM NUTZEN GEFRAGT.

WENN DIE NACHT ZU LEISE IST
SCHLAFEN DIE FREUNDE EIN. ( Betröstung von W.)

**copyright by willi gottschalk germany



05 Dezember 2005

Was zu viel ist zuviel

Was zu viel ist zu viel…………,

Auch für einen Volvo, nun stand er still - hinten die Milch und das Katzenfutter, mitten auf dem Supermarktparkplatz, der erste Rückrollversuch ging voll daneben mit dem Effekt, dass der gesamte Parkplatz versperrt wurde und lauter dummer Sprüche kamen, „Na wohl kein Benzin mehr ?“ oder „Macht er das öfter ?“ Oh man, und das Handy lag auch noch zu Hause auf dem Tisch - nach zwei Stunden waren dann Fahrerin und Auto doch in der Werkstatt angekommen, Auto musste bleiben , Milch und Katzenfutter konnten mit Eigentümerin nach Hause transportiert werden - dort großes Lamento: „ Wieso kommst Du erst jetzt, wo sind unserer Dosen ? und ach keiner hatte an die Hühner gedacht, der Hahn hörte sich schon ziemlich genervt an. Nachdem sich das Chaos gelegt hatte, heißt es abwarten. Der Künstler ging schließlich die Fische ärgern - und der Rest legte sich schlafen, bis auf die, die Haushaltsdienst hatten. Es war überall so gemütlich warm, wir hatten ja jede Menge Brettchen als Kleinholz. Fehlt nur noch Notstromaggregat, das Schwein im Stall und die Kartoffeln im Keller - dann sind wir krisenfest ausgerüstet.

Ja nun, der Stollen ist fertig – zum Schluss alles überpudert mit Puderzucker, auch die Katzen, wenn sie in der Nähe waren, einige hatten sich bereits weiße Pfoten geholt – vom Mehl, am liebsten in der Kuchenschüssel rumlümmeln – soweit kommt das noch. Hinterher klebte alles – Küche – Katzen usw. - Das Rezept kommt aus Quickborn, nicht für die Katzen - für den Stollen, vielmehr für den Hefeteig dazu, nein auch nicht das Qickborn in der Nähe von Hamburg, es soll noch mehr davon geben – z.B. hier in der Nähe von Dannenberg, landein - dicht an der Elbe im Westen. Und dahinter liegt Langendorf und dort ist unser Auto jetzt. So ist das, ganz einfach.


02 Dezember 2005

Adventsgeschichten


Adventsgeschichten

Ja , es wird so richtig kalt, aber die Igel pennen schon einige Zeit und die Katzen, na - die können gar nicht nah genug am Küchenherd oder am Ofen schnarchen, egal ob der Schnurrbart abgesengt ist, das macht dann gar nichts und wenn es dann noch nach Braten und Kuchen backen riecht - möchte besonders Peggy direkt auf der Herdplatte schlafen oder darüber, dort wo der Wäschetrockner hängt, aber da kommt man ja nicht rauf – wo man doch sonst überall rauf kommt – Pech. Aber dafür ist ja notfalls noch im Topfschrank Platz. Ich bin auch müde, aber wir haben noch gar keine Weihnachtspost erledigt und von sonstigen abwartenden vorsichhin blubbernden Bürohaufen ganz zu schweigen. Gestern wollten wir eigentlich nur einkaufen, aber sicherheitshalber wird der Hänger mitgenommen, wenn es richtig Baumarkt geht – Was ? Ihr kennt den Zusammenhang zwischen Baumarkt - Männern und Hängern nicht? Wäre eine interessante Abhandlung meinerseits fällig, aber - nicht heute und morgen auch nicht gleich. Nur soviel, in Baumärkten gibt es gewöhnlich auch Holz, bzw. fallen Reste an, genau, kleine Brettchen, dicke, verschnittene, zerbrochene – auch Leisten und Paletten mit vielen Nägeln, Podeste für glanzvolle Werbeaktionen und dergleichen - wenn man sich bückt und alles aufhebt, kann man es haben - ganz umsonst – es geht ja vielen so schlecht, schlag doch mal die Zeitungen auf – aber wir haben selten jemand gesehen, der auch dieses Holz überhaupt haben wollte - die meisten kaufen doch lieber ihre Brettchen zum Basteln oder Heizen - da kostet ein Sack Brennholz doch mehr als 1 kg Fleisch - man gut, dass unsere Menschen noch keine Mutanten sind, mein Gott , was müssten wir leiden. Ich denke, unsere Hühner würden mir da voll zustimmen, auch wenn wir uns manchmal nicht so grün sind - übrigens Hühner und Vogelgrippe, ja - ich bin ja schon still - keine unprofessionellen Kommentare, nur die Frage sei erlaubt, wie denn alle diese Sonderregelungen den Vögeln klar gemacht werden können, wo man doch weiß , dass Vögel nicht lesen können, auch wenn Zugvögel besonders gebildet sind, scheißen sie dann doch auf die gleiche Wiese an der Elbe , Elde oder an manch anderem Gewässer - wie das liebe Hausgetier, siehe Strauße usw. - ja, ich bin ja schon still. Punkt. Ja und da wäre ja noch der Fleischskandal - aber wenn ich so weiter mache, nehmen die mich noch vom Netz - ist auch keine Adventsgeschichte, stimmt - kommt noch.

Heute war es mal Saubermachen angesagt, wer von den Spinnen und sonstigem Kleingetier dem Wisch- und Wedelmob entkam, hatte Glück. Auch die Katzen waren mit an der Reihe, bürsten und Fell ausklopfen, Pfoten und Ohren begucken - nicht gerade eine begeisterungsfähige Angelegenheit, aber , so habe ich mir sagen lassen, immer noch besser als wenn überall dieses Spray versprüht wird, noch schlimmer wenn das blöde stinkende weiße Pulver in das Fell gerieben werden soll - nee nee, es geht auch
anders. Künstlerkatzen sind eben auch sehr eitel. Hier macht zwar jeder was er will und keiner was er soll und alle machen mit, aber in vielen Dingen sind wir uns doch sehr einig. So, morgen soll ja nun gebacken werden – Stollen, mit ganz viel Rosinen und Butter, schade, dass ich ja generell nichts esse, ich bin ja so etwas wie eine Idee, eher ein intelligentes Kommunikationshologramm, na so ähnlich, wie bei Star Track, dieser Medizinmann.

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